Historie

Historie

Das Anwesen Appelhof, das sich aus mehreren Höfen und Gütern zusammensetzte, befand sich seit dem 15. Jahrhundert nacheinander im Besitz von Nürnberger Patriziern (Holzschuher), bayerischen Herzögen und verschiedenen bürgerlichen Familien, bis es um 1720 von dem Allersberger Fabrikanten Jacob Gilardi erworben wurde. 

Schloss Appelhof, das Gilardi-Haus in Allersberg und die Kapelle St. Wolfgang sind ein spätbarockes Gesamtensemble im Bereich des Marktes Allersberg. Ausführliche Informationen zum Gilardi-Anwesen in Allersberg finden sich auf der Homepage des Fördervereins.

1505 Herzog Albrecht IV. von Bayern verkauft Güter um Gräfenberg/Grevenberg (heute teilweise Appelhof) an den älteren Holzschuher in Nürnberg

Um 1720 Verkauf von Grundstücken durch Georg Wülfer an den Italiener Jacob Gilardi (1684 – 1739).

1723 – 1729 Instandsetzung des Appelhofs und Bau einer Orangerie – nach den Entwürfen des Eichstätter Hofbaudirektors Gabriel di Gabrieli (1671 – 1747), die dessen Schüler Landbaumeister Giovanni Domenico Barbieri (1704 – 1764) umsetzte. Parallel dazu baute Gabriel di Gabrieli in Allersberg das Gilardihaus (Sitz der ältesten Drahtwarenfabrik Deutschlands (1689 – 2006) sowie die Kapelle St. Wolfgang.

1762 Anlässlich der Hochzeit ihres Sohnes lässt die Witwe Maria Katharina Gilardi, geb. von Grater ein Rokkokoschlösschen neu errichten. Das im Dachstuhl verwendete Holz stammt aus dem Winter 1765/66 (Dendrochronologie). Architekt mutmaßlich Landbauinspektor Johann David Steingruber.

5.2.1841 Bekanntmachung über den Universal-Concurs des Joseph von Gilardi.

1876 – 1892 Carl Siegert jun. führt die Fabrik seines Onkels Joseph von Gilardi bis zum erneuten Konkurs fort.

1812 – 1863 Schloss Appelhof befindet sich im Eigentum der Familie Christian Wilhelm Albrecht, Direktor des herzoglich Nassauischen Institutes der Landwirtschaft in Idstein.

1889 Erwerb von Schloss Appelhof durch den Steiner Bleistiftfabrikanten Freiherr Lothar von Faber.

1904 Freilegung und Restaurierung der Fassadenmalerei am Schloss Appelhof durch den Dekorationsmalermeister Georg Hartner aus Nürnberg, der auch Stadttheater, Mauthallenkeller, Burg, Herkules-Velodrom und Tucherschloss ausgemalt hat.

1910 Abbruch der Nebengebäude mit Ausnahme des sogenannten Schafstalls, der zum Forsthaus umgebaut wird.

1958 Kapellenbau im Park von Schloss Appelhof